12. Juli 2016

Lieblingsmenschen und wie aus einem mehr als eine Handvoll wurde





Seit etwa einem halben Jahr hab ich so gut wie nichts von mir hören lassen, lediglich auf Instagram konnte man mein Geschehen, relativ regelmäßig, verfolgen. 

Woran das lag wusste ich selbst lange nicht. Irgendwie bin ich einfach nicht mehr dazu gekommen meine gesammelten Fotos und Texte zu kombinieren und sie hier zu veröffentlichen. Es gibt so einige, nicht ganz fertig gewordene Postleichen in meinem Blogerkeller.

Ein wesentliches Element, habe ich in Magnolien E-Courses gelernt nämlich, dass man sich niemals für seinen Rhythmus der Veröffentlichung rechtfertigen sollte. 


Dennoch stelle ich mir ja selbst die Frage, warum das so ist. Und warum ich seit geraumer Zeit hier stiller und woanders viel aktiver geworden bin. Ich liebe das Bloggen und es ist zu einem Teil von mir geworden, auch wenn ich mich ziere es jedem direkt mitzuteilen.

Woher nun die Leere stammt, habe ich mich gefragt. Ich bin schon vor einigen Wochen zu der Erkenntnis gekommen, habe diesen Post, dann doch für zu privat gehalten, obwohl ich bei Instagram, nahezu alles offenlegen kann. Da ich aber in der nächsten Zeit nicht noch mehr PostLeichen ansammeln möchte, gibt es diesen privaten Teil nun doch.


Hinter meinen wenigen  Post steht eine Regelmäßigkeit. Ich bin generell ein Mensch, der zu allem ein Konstrukt oder Regeln braucht, um sich mal wieder selbst zu reflektieren oder um einfach nur den unsicheren Dinge im Leben einen gewissen Rahmen zu geben. 

Zu meinem Studium gehört ein Auslandssemester. Das ist für alle von uns, die mit mir zusammen studieren, fest eingeplant. 

Seit Oktober letzten Jahres betrifft es nun auch meinen direkten Freundeskreis und bald (jetzt schon ganz bald) auch mich. 
Den Anfang machte im Oktober eine sehr gute Freundin. Ich habe für drei Monate Abschied nehmen müssen. Eine sehr schmerzhafte und vor erst einsame Situation. Skype hilft für einen Tag weiter, aber für den Alltag muss man sich was einfallen lassen.


Dieses Vakuum füllte dann bald jemand aus, dem ich bis dato viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Und sie hat das ganz wundervoll auf ihre eigene Art und Weise getan. Sie hat nie versucht die Lücke zu füllen, sondern mir einen Weg gezeigt, der nun alles leichter machte. 


Dann, nach den besagten drei Monaten, hieß es "Willkommen zurück". Von da an gibt es nun zwei so wundervolle, wie unterschiedliche, Menschen in meinem Leben. Und ich möchte keinen von beiden missen oder mich gar für einen entscheiden müssen.  


Kaum war Nummer eins wieder da, ging die neuentdeckte Freundschaft ins Ausland. Und von da an musste ich nicht mehr 6 Stunden plus, sondern 5 Stunden minus rechnen, um die Zeitzonen auszugleichen.


Was mich fasziniert ist, dass auch das nun wiederum entstandene Vakuum von zwei liebenswerten Menschen ausgefüllt wurde. Wieder so ganz anders und so gar nicht vorhersah bar. Und wieder, kannte man sich vom Sehen und den Seminaren an der Uni schon länger und ging dann mit großen Schritten in eine Freundschaft über, die andere im Umfeld sicherlich das ein oder andere mal genervt hat. Und auch hier kam bald die Zeit, dass auch sie sich verabschiedeten, um nun auf der anderen Seite der Welt neue Eindrücke (und Material für die Abschlussarbeit) zu sammeln.  


Glücklicherweise direkt nach Abschied Nummer drei, kommt Lieblingsmensch Nummer zwei zurück, zwar vorerst nur für eine kurze Zeit, aber dafür habe ich sie besonders genossen.

Dennoch macht mir dieses gesamte WillkommenUndAbschiedsDing wieder klar, dass man dort keine Routine rein bekommen kann. Jedesmal ist die vorerst letzte Umarmung anders schlimm. Und die danach entstandene Leere eine komplett andere. Mir machte jeder Abschied ziemliche Angst. Aber genau das hat mir auch gezeigt, dass ich nicht allein zurück bleibe, wenn ich es nicht will. Und gerade in dieser Zeit die eigene Familie besonders wichtig ist.


Mal sehen, wer das nun drohende Vakuum ausfüllt, wenn am Wochenende die nächsten beiden Lieblingsmenschen abfliegen. (Diese beiden Lieblingsmenschen haben ihren Auslandsaufenthalt nun schon fast erfüllt und kommen in naher Zukunft zurück. Das Vakuum ist gefüllt worden,mit einem ganz wunderbaren Freundeskreis, der so viel vielfältiger ist, als ich es mir hätte träumen lassen können. Und dabei ist es gar nicht mehr so wichtig, dass es ein einzelner sein muss.)



Aber viel spannender wird es, zusehen was kommt, wenn ich nach dem Sommer aufbreche. (Was nun ja schon sehr sehr bald ist. Euch aber erklärt, warum es demnächst eine neue Umgebung sein wird, aus der ich poste oder erstmal instagrame.) 



Es bleibt zwar spannend, aber eine Routine wird sich niemals ergeben. Nicht beim Abschied und auch nicht beim Willkommen heißen. Und ich beginne es spannend zu finden, denn nur weil einen 9.900 km Luftlinie trennen, heißt es nicht, dass man nicht doch fast wöchentlich in Kontakt steht und auch mal die weniger guten Dinge besprechen kann.

1. Juli 2016

PoesieMoment

 

Immer wenn mir in einer Situation die Worte fehlen, sei es in positiven, negativen, liebevollen, glücklichen oder schmerzhaften Momenten, dann "blättere" ich mich durch die klugen Worte anderen Menschen. Ein bisschen so wie die Hintergrundmusik, die man sich für die verschiedensten Situationen im Leben wünscht. So habe ich gerne einen passenden Spruch im Kopf.


Lange schon suche ich nach einem perfekten Ort für all diese Sprüche.

Oft finde ich die passende Poesie im Internet. Meistens bei Pinterest. Da kann man sie dann alle relativ leicht sammeln, aber was ist mit denen, die ich woanders lese oder höre? Mal ganz davon abgesehen, dass manche Sprüche einfach nur geschmacklich sehr fragwürdig gestaltet sind, oder gar Rechtschreibfehler enthalten.
In der aktuellen Flow gibt es gerade einen Artikel "Die neue Alltagslyrik", der handelt unteranderem von derartigen Sprüchen. Und wie auch auf Pinterest, findet man in der Flow die Sprüche in Postkartengröße und in verschiedenen Designs.


Ich habe ebenfalls versucht meine Lieblingssprüche in Form von Handlettering festzuhalten. Das ging ganze drei Sprüche gut. Danach hatte ich die Lust daran verloren und wusste auch nicht wirklich wohin mit den Sprüchen. Die ersten zwei schafften es in einen Rahmen an die Wand, der letzte kam auf eine Baumscheibe. Mir war da schon klar, bei derartig vielen Sprüchen, benötige ich sehr viel Platz und wirklich zum wieder.hervorholen und noch.einmal.lesen. sind die Handlettering Sprüche auch nicht praktisch.


Gerade steht noch eine kleine Kiste auf meinem Schreibtisch, in der sich einige Karteikarten befinden, auf denen ich an einem Abend angefangen habe einige Sprüche aufzuschreiben.
Allerdings wirken so alle Sprüche sehr einheitlich. Ob es positive oder negative Sprüche sind, lässt sich nicht gleich sagen, auch nicht wirklich in welcher Situation ich sie empfunden habe.


Aber wer die Flow kennt, weiß auch, dass sie jede Menge kreative Ideen liefert, neben genau der richtigen Menge an wissenschaftlichen Fakten. (Wusstet ihr, dass wir die Generation sind, die am meisten Texte produziert und liest?) Und zudem berichtet der Artikel von einem New Yorker Poeten, der seine Texte via Instagram teilt. Dazu habe ich in den vergangen Tagen bemerkt, dass es scheinbar ein leichtes ist, mehr als ein Instagramprofil zu betreiben. Und da trifft es sich gut, dass Instagram so voll und ganz mein Medium ist. Beides miteinander ergibt dann ein kreatives Kopieren und mein neues Projekt PoesieMoment.


Und hier könnt ihr einfach drauf klicken und euch durch meine PoesieMomente blättern. Aber am meisten würde ich mich darüber freuen, wenn ihr auch diesen Account von mir bei Instagram abonniert.

26. Juni 2016

Sonntagskuchen - Svenska Morotsmacka


Dieses Rezept habe ich auf der letzten Sommerparty von einer Freundin bekommen. Diese feine überraschende schwedische Mohrrüben Schnitte ist für mich genau das richtige Dessert, nach einem deftigem Buffet in Kombination mit süßer Bowler, Sekt oder Wein.

Das Rezept basiert auf einem klassischen schwedischen Möhrkuchen, dazu kommt nicht der klassische weiße Guss aus Puderzucker, sonder Schokolade, denn Schokolade ist nie verkehrt. Und ganz oben, da kommen geröstete und gesalzene Nüsse. Beim letzten Kuchen habe ich gesalzene Erdnüsse genommen.


Svenska Morotsmacka

Für den Teig

  • 500g Mohrrüben
  • 100g Zucker
  • 2 Tl Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 125g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 200g Mehl
  • 1 Tl Backpulver

Für das Topping

  • 300g Zartbitterschokolade
  • 100ml Schlagsahne
  • 200g gesalzene Nüsse

Zubereitung

Die Mohrrüben waschen und mit einer Bürste vom Dreck befreien. Dann die Mohrrüben fein reiben und beiseite stellen. 
Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren und die weiche Butter dazu geben. Zu der Creme das Mehl, Backpulver und das Salz dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verrühren. Zum Schluss die geraspelten Mohrrüben einrühren.
Den Teig auf ein Blech geben und bei 180°C Ober- und Unterhitze für 30 Minuten backen.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. 
Die Schokolade und die Sahne in einem Wasserbad schmelzen und über dem Kuchen verteilen.

Um den Gruss so gleichmäßig wie möglich zu verteilen, benutze ich gerne die Unterseite eines Tortenhebers. Mit dem, kann man wie ein Maurer den Mörtel, die flüssige Masse sehr gut verteilen.
Oben auf die Schokolade kommen die Nüsse. Damit die Schokolade auch immer Sommer relativ schnell wieder fest wird, stelle ich das Blech für ein paar Stunden in den Kühlschrank.

Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist das Topping fast genauso hoch wie der Boden. Ideal als Dessert. Wer die Schnitten lieber als Sonntagskuchen backen möchte, empfehle ich die doppelte Menge des Teigs für ein Backblech zusammen zu rühren.

9. Mai 2016

Mein Zuhause für die Fremde

Lange begleitet diese Decke mich schon. Ich habe sie in dem Sommer zwischen meinem Bachlor- und Masterstudium genäht. Und seitdem habe ich sie überall mit hingenommen, wo ich mich geborgen und zuhause fühlen wollte.


Ich hatte schon immer den Wunsch eine Patchworkdecke zu nähen. Ich bin viele Male losgezogen und habe Stoffe gekauft. Meistens in Möbelhäusern oder in den Gardinenabteilungen von Baumärkten. Dazu habe ich immer mehr alte Bettwäsche und aussortierte Kleidung gesammelt, um aus all den verschieden Stoffen mal eine große Decke nähen zu können. Oft habe ich angefangen Quadrate auszuschneiden, sie zu bügeln und sie in Kartons zusammeln. Wirklich weit bin ich damit leider nicht gekommen.

Bis ich das Video von Ina von pattydoo gesehen habe. Von der Technik, aus allen Flicken, einen extrem langen Streifen zu nähen, und diesen immer wieder zu vernähen, war ich direkt begeistert. Gut das ich alles nötige dafür bereits zusammen gesammelt hatte. 

Ina näht die Decke aus einer Jelly Roll, was einen die Wahl der zusammenpassenden Stoffe und das zuschneiden erspart, aber mit etwas mehr Zeit auch selbst machen kann. 


Ich habe meinen Stoffvorrat durch geguckt und alle Stoffe die irgendwie weiß waren oder Blumen und Blüten drauf hatten, wurden in 10 cm breite Streifen geschnitten. Bei der Menge, macht es sich besonders gut, wenn man einen Rollschneider verwenden kann. Theoretisch könnte man die Stoffe auch reißen, habe ich für diese Projekt aber nur bei den runden Tischdecken gemacht. Meine "Stoffbänder" sind alle unterschiedlich lang geworden, je nachdem wie viel ich von dem ursprünglichen Stoff hatte. 

Genau wie Ina es erklärt habe ich die einzelnen Stoffbänder zu einem langen Streifen zusammen genäht. Dabei habe ich mich für die Variante mit der schrägen Naht entschieden und von den ursprünglich 10 cm, sind nach der Nahtzugabe von 0.5 cm noch 9 cm sichtbar und insgesamt sind es 16 Bahnen.

Die Decke ist 2.40 Meter mal 1.35 Meter groß geworden. Eigentlich hatte ich mir genau ausgerechnet, wie lang mein Stoffstreifen werden muss, damit ich eine Fläche von 1.40 Meter mal 2.00 Meter bekomme, jedoch muss ich irgendwo ein Denkfehler gehabt haben. Das die Decke nun etwas schmaler und dafür länger geworden ist, stört mich aber keines Wegs.

Für die Füllung habe ich eine einfache Bettdecke, aus dem schwedischen Möbelhaus, genommen, die bekommt ihr schon für weniger als 3€. Und für die Rückseite habe ich die Hälfte eines Bettdeckenbezugs für eine Decke von 1.55 Meter mal 2.40 Meter genommen.


Da meine Rückseite wieder ein ganz neues Muster hatte, habe ich mich dazu entschieden einen weißen Streifen an meine Rückseite anzusetzen und diese dann umzuschlagen und festzunähen. 

Die Decke lässt sich wunderbar in der Waschmaschine bei 40°C waschen und durch ihre Dicke ist sie vielseitig einsetzbar. Im Winter verwende ich sie natürlich als Kuscheldecke, auch zum Sitzen oder Liegen auf dem kalten Fußboden in unserer Wohnung ist sie herrlich. Und dem ein oder anderen über gebliebenem Partygast hat sie ein warmen Schlafplatz auf dem Sofa bereitet.

Bei der einen Decke ist es nicht geblieben. Ich habe auch meiner Schwester eine Decke genäht, in den Farben des union jacks. Und falls ich dazu noch ein Bild finde, kommt das natürlich noch mit hier in den Post.


13. November 2015

Gut geschützt in Stoff gepackt

Seit einiger Zeit gibt es auch in meinem Leben ein Tablet. Und so ein Tablet ist natürlich nur praktisch, wenn man es überall mit hinnehmen kann. Dazu braucht das kleine Ding einen gewissen Schutz, gerade in meinen Taschen lauern nicht nur Schlüssel, sondern auch noch Stricknadeln, die hässliche Kratzer hinterlassen können.
Nachdem ich die Preise für derartige Hüllen im Internet gesehen habe und diese dann zwar funktionsfähig, aber nicht sonderlich hübsch waren, habe ich mich auf die Suche nach einer Nähanleitung gemacht. Denn wenn ich neben Wolle etwas im Überfluss habe, dann sind das Stoffe.
Ich habe dann diese Anleitung gefunden und habe direkt los gelegt und das ist dabei heraus gekommen.


Auch ich habe für das Innenleben feste Pappe verwendet. Es hat sich mittlerweile allerdings herausgestellt, dass die Hülle dadurch sehr feuchtigkeitsanfällig ist. Bei der nächsten Hülle würde ich eher einen Kern aus Plastik wählen. Wobei ich da an abwischbare Platzdeckchen denke. Außerdem habe ich meine TabletBefestungung etwas anders gestaltet. Ich habe zwei feste Ecken nach dieser Anleitung genäht und oben ein Gummiband quer drauf genäht. 


Zudem habe ich keinen Knopf zum verschließen verwendet, sondern habe die Hülle 3 cm länger gemacht und ein Band eingenäht. Optimal wäre ein Gummiband gewesen. In meinem Vorrat gibt es leider keine hübschen Gummibänder. Also habe ich ein hübsches Webband genommen und die letzten 3 cm durch ein breites Gummi ersetzt. So ist der Verschluss ebenfalls dehnbar genug und hübsch gleichzeitig.